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Peak Energy
Für ein Kyotokonformes Energiesystem

Pressekonferenz
15. September 2005, 10.30 Uhr
Café Landtmann, Landtmannsaal
Wien



:: Einleitung und Einladung
"Die herkömmliche Energieversorgung hat Ihren Höhepunkt überschritten", ist Dr. Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes überzeugt. "Die Preise für Öl und Gas explodieren und das ist keine vorübergehende Erscheinung sondern der Beginn eines Strukturbruchs." Nach Berechnungen der Österreichischen Energieagentur zahlt ein durchschnittlicher Haushalt 730 Euro mehr für Energie als noch vor einem Jahr. Und unser Klima reagiert auf die sorgenlose Verbrennung fossiler Ressourcen: Hochwässer, Murenabgänge, Wirbelstürme, Dürrekatastrophen.

Auch Prof. Stefan Schleicher, Klimafachmann der Karl-Franzens-Universität in Graz in Wien, argumentiert so: "Die Lösung des Problems der Versorgungs(un)sicherheit im bestehenden Energiesystem ist gleichzeitig die Lösung für das Problem der Klimaveränderung (die wiederum das Versorgungsrisiko erhöht): die Energiewende hin zu alternativen Energieformen." Schleicher nennt das den "Abschied vom Ölkoholismus" und fordert dringend "Entwöhnungsstrategien". Nur durch massive Senkung des Energieverbrauchs sowie durch zielstrebigen und raschen Ausbau erneuerbarer Energieträger könne ein Ausweg aus der derzeitigen Energiekrise gefunden werden. "Der Peak Energy zwingt uns zum Handeln – jeden einzelnen aber vor allem die Politik!"

Die beiden Experten präsentieren dazu ein Programm für ein kyotokonformes Energiesystem in Österreich. Das Konzept soll einerseits maßgeblich zum Klimaschutz beitragen und Österreich damit ermöglichen, seine internationalen Verpflichtungen einzuhalten. Darüber hinaus werden Arbeitsplätze geschaffen, regionale Wertschöpfung gesichert und die Erdölabhängigkeit verringert. Gemeinsames Ziel: 50 Prozent Erneuerbare bis 2030!

 
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:: Kopetz: Energiemärkte im Umbruch
Die Preisexplosion bei Erdöl und Erdgas, drohende Versorgungsengpässe und Umweltkatastrophen in Folge des Klimawandels belasten Haushalte und Wirtschaft massiv. Das herkömmliche Energiesystem nähert sich dem Ende.

Nur ein rascher Umstieg von Öl und Gas auf erneuerbare Energie und ein klarer Fokus auf effizienten und sparsamen Energieeinsatz ermöglichen ein Entkommen aus der Kostenfalle und eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung für die Zukunft.

 
Presseaussendung vom 15. September 2005
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:: Kopetz: Brauchen Schwerpunktprogramm für Wärme aus Biomasse und Solarenergie
Entsorgungskosten für alte Öltanks und höhere Investitionskosten von modernen Holzheizungen erschweren den Umstieg auf kostengünstiges Heizen mit Holz.

40-prozentige Förderung für den Umstieg von fossilen Energieträgern auf moderne Holzheizungen und Solarenergie und Bindung der Vergabe von Wohnbauförderungsmitteln an die Installation erneuerbarer Heizsysteme unabdingbar.

 
Presseaussendung vom 15. September 2005
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:: Schleicher: Abschied vom "Ölkoholismus"
Die renommierte Wirtschaftszeitschrift Economist sieht zur Bewältigung der aktuellen hohen Erdölpreise und der nachfolgenden Preissteigerungen bei Erdgas deshalb keine Alternative als den Abschied vom "Ölkoholismus", der Chiffre für die steigende Abhängigkeit der globalen Wirtschaft von Öl und Gas.

Die technischen Optionen für eine drastische Reduktion des Verbrauchs von Erdöl und Erdgas sind verfügbar und lauten Energieeffizienz und Erneuerbare Energie. Für die Entwicklung von konsensfähigen "Entwöhnungsstrategien" ist die Energiepolitik gefordert. Weder die Versuchung nach populären kurzfristigen Kaschierungen der Signale der Erdölmärkte noch das blinde Vertrauen auf deren Marktmechanismen wird zielführend sein.

 
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:: Hintergrundpapier
Angesichts der hohen Ölpreise wird so mancher um seinen Lebensstandard fürchten. Doch Pessimismus wäre die falsche Reaktion auf die neue Situation auf den Energiemärkten. Die hohen Öl- und Gaspreise bieten neue Chancen für die erneuerbare Energie, für zukunftsweisende Innovationen und für nachhaltige Investitionen in ein neues Energiesystem. Diese Chancen können umso besser genutzt werden, je rascher die politischen Entscheidungsträger Rahmenbedingungen schaffen, die den Aufbau eines Energiesystems auf der Basis erneuerbarer Energieträger für den einzelnen Unternehmer und Privathaushalt wirtschaftlich attraktiv machen.

Österreich hat dank seiner natürlichen Ressourcen mehr als andere Länder die Chance, in zwei bis drei Jahrzehnten seinen Energiebedarf zumindest zu 50 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken. Wenn Österreich sein Energiesystem in dieser Richtung umbaut, dann hätte es ein tatsächlich Kyoto-konformes Energiesystem entwickelt. Gleichzeitig könnte eine nachhaltige Energieversorgung als Beispiel für andere Länder der Welt dienen. Die gewonnenen Erfahrungen würden darüber hinaus im weltweiten Export nutzen.

So gesehen spricht alles dafür, die derzeitigen Entwicklungen des Erdölmarktes als Chance zu erkennen und rasch und zielstrebig zu nutzen.

 
Heinz Kopetz, 15. September 2005
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:: Bildmaterial zur Pressekonferenz
Vom "Ölkoholismus" und einer passenden "Entwöhnungsstrategie". Heinz Kopetz und Stefan Schleicher fordern 50 Prozent erneuerbare Energie bis 2030.

 
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:: schafft Arbeitsplätze
:: schützt das Klima
:: wächst endlos nach
:: löst Energieprobleme
:: kommt aus Österreich
:: stärkt die Regionen
:: öffnet Exportchancen