Grundsätzlich kann zwischen fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse unterschieden werden. In Österreich wird Biomasse vorwiegend in der Form von Holz genutzt. Fast 70 % des inländischen Energieverbrauchs von erneuerbaren Energieträgern (ausgenommen Wasserkraft) basiert auf Holzrohstoffen. Dazu zählen Scheitholz, Waldhackgut, Industrierestholz, Holzpellets.
Zur Energiegewinnung eignen sich hervorrganed auch Stroh, Getreide (Energiekorn) und andere Energiepflanzen bzw. organischer Abfall (Biomüll).
Zur flüssigen Biomasse werden vor allem die aus Raps und anderen ölreichen Pflanzen wie der Sonnenblume gewonnenen Pflanzenöle und deren Raffinerieprodukte gerechnet (Biodiesel). Aber auch aus Altspeiseölen und -fetten, die in Gastronomie und Haushalt anfallen und gesammelt werden, kann Biodiesel erzeugt werden.
Stärke- und zuckerhältigen Pflanzen wie Getreide oder Zuckerrüben dienen zur Herstellung von Kraftstoffalkoholen (Bioethanol), die Benzin substituieren können.
Eine zunehmende Rolle nimmt das Biogas als Energieträger ein. Üblicherweise wird in einer landwirtschaftlichen Biogasanlage aus nassen organischen Reststoffen durch anaerobe Fermentation Biogas erzeugt. Die Ausgangsstoffe dafür sind z. B.:
- Gülle aus der Tierhaltung
- Speisereste, Küchenabfälle
- Schlachtabfälle
- Resten der Gemüseverarbeitungsindustrie
- Schlempe von Brennereien
- Rasenschnitte
- Landschaftspflegeabfällen
Je nach Rohstoffbasis besteht das Biogas zwischen 50 und 75 % aus Methan (CH
4). Den zweiten großen Anteil macht mit 20 bis 50 % Kohlendioxid (CO
2) aus. Weitere Bestandteile sind Sauerstoff, Stickstoff und Spurengase (u. a. Schwefelwasserstoff).
Zusätzlich kann Biogas auch in Kläranlagen (Klärgas) oder Mülldeponien (Deponiegas) gewonnen werden. Auch Holz kann unter sehr hohen Temperaturen vergast und so als Rohstoff für die Biogaserzeugung herangezogen werden.