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Wärme aus Biomasse

Heizen mit Holz bedeutet moderne, bequeme und dazu preiswerte und klimafreundliche Wärmeversorgung. Stückholz, Hackschnitzel, Pellets, Biomassenahwärme. Alles rund um den Holzkessel.



:: Heizen mit Holz
Rund 40 % des österreichischen Energiebedarfs werden zur Beheizung unserer Wohnungen benötigt. Durch entsprechende Wärmedämmung der Gebäudehüllen könnte dieser Prozentsatz um mindestens ein Drittel reduziert werden, bei Niederigenergiehäusern sogar um die Hälfte. Umweltfreundliches Heizen beginnt also bei der Senkung des Energiebedarfs.

Darüber hianus spielt aber die Wahl des Brennstoffs eine entscheidende Rolle für unser Klima. Die Bandbreite reicht bei modernen Holzfeuerungen vom steckdosenfertigen Einzelofen über vollautomatische Zentralheizungssysteme, die mit Stückholz, Hackschnitzel oder Pellets befeuert werden, bis zu Biomasse Fern- und Nahwärmenetzen. Die automatischen Hackschnitzel- oder Pelletskessel bieten dabei den gleichen Bedienungskomfort wie eine Öl- oder Gasheizung.

Damit ist heute die Möglichkeit gegeben, alle Wünsche nach Wärmeversorgung mittels gespeicherter Sonnenenergie zu erfüllen. Denn: Holz ist gespeicherte Sonnenkraft, die Verbrennung erfolgt daher CO2-neutral. Holz ist eine erneuerbare, heimische Energiequelle. Holz ist ausreichend verfügbar, denn vom jährlichen Zuwachs in den österreichischen Wäldern werden derzeit nur etwa zwei Drittel genutzt. Die Nutzung von heimischem Holz schafft außerdem zahlreiche Arbeitsplätze in Industrie, Gewerbe, im Dienstleistungssektor und in der Land- und Forstwirtschaft.


:: Heizkosten
Holz ist der billigste Brennstoff! Derzeit sparen Sie mit Holzbrennstoffen bis zu 50 % der laufenden Heizkosten. Die Rohölpreise haben sich in den letzten Jahren verdoppelt, weitgehend parallel dazu entwickeln sich die Heizölpreise, mit einiger Verzögerung auch die Erdgaspreise. Eine Entwicklung, die sich angesichts der Rahmenbedingungen garantiert nicht ändern wird: Die fossilen Ressourcen werden weniger, der Energiehunger wächst, die Erdölförderung in Krisenregionen ist extrem labil und anfällig.

Im Gegensatz dazu sind die Preise für Brennholz stabil geblieben, für Pellets sogar stark gefallen. Insgesamt liegen daher die Brennstoffkosten bei Biomasseheizsystemen weit unter denen von Ölheizungen. Für den Umstieg auf ein modernes Holzheizsystem gibt es in jedem Bundesland Förderungen – steigen Sie deshalb jetzt auf Holz um!

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:: Brennholz
Scheitholz
Brennholz wird als ein Meter langes Scheitholz oder zerkleinert als "ofenfertiges Stückholz" in 25 cm, 33cm oder 50 cm Länge angeboten und zugestellt. Brennholz wird üblicherweise in Raummetern (rm) gemessen und gehandelt. Die österreichischen Holzhandelsusancen bestimmen, dass Holz dabei ohne vermeidbare Hohlräume aufzusetzen ist.

Qualitätskriterien
Stückholz sollte einen Wassergehalt von 20 % nicht übersteigen, dies bedingt jedoch eine Lagerzeit von mindestens zwei Jahren. Das Holz sollte sofort nach der Ernte gespalten und bei guter Besonnung und Durchlüftung getrocknet werden.

Hartes Brennholz wird aus Rotbuche, Weißbuche, Ahorn, Eiche, Esche, Birke erzeugt.
Weiches Brennholz ist Fichten-, Tannen-, Kiefern- und Lärchenholz.

Ofenholz
Einige Waldverbände bzw. Waldwirtschaftsgemeinschaften bieten Qualitätsbrennholz in Österreich unter dem geschützen Gütesiegel "Ofenholz" an. Die Kriterien sind:
  • heimisches Holz
  • Ofenholz 2 Jahre lang gelagert
  • homogene Längen
  • klar definierte Holzsorten, z. B. Buche rein, Hartholz gemischt, etc.
  • Serviceangebot bezüglich Zustellung, Einschlichten etc.

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:: Hackgut
Energie aus heimischen Wäldern
Als Hackgut bezeichnet man maschinell zerkleinertes Holz ("Holzschnitzel") in der Größenordnung von 1 mm bis 10 cm. In der Regel handelt es sich dabei um weniger wertvolle Holzsortimente, die nicht für die Weiterverarbeitung herangezogen und zerhackt werden – Unterwuchs, Durchforstungsholz, Sägenebenprodukte. In verstärktem Maße werden dabei aber in Zukunft auch Kurzumtriebswälder an Bedeutung zunehmen, also "Baumplantagen" mit schnellwüchsigen Hölzern, die alle 4 bis 5 Jahre geschnitten werden können und rein der Energiegewinnung dienen ("Energiewälder").

Qualitätskriterien
Man unterscheidet in erster Linie nach der Größe der Schnitzel (Nennlänge). Für automatische Heizkessel – und das ist bereits der Standard bei Hackgutanlagen – ist vor allem das Feinhackgut (G 30: kleiner als 3 cm) von Bedeutung. Die geringe Nennlänge garantiert, dass der Brennstoff gut über eine Förderschnecke vom Lager in den Kessel transportiert werden kann.

Was die Qualität der Hackschnitzel betrifft, so ist vor allem der Wassergehalt das entscheidende Kriterium. Je trockener das Hackgut, desto höher der Brennwert und desto besser für die Lagerung. Die Bandbreite der Qualitätsklassen variiert hier zwischen "erntefrisch" (W 50: 40 bis 50 % Wassergehalt) und "lufttrocken" (W 20: Wassergehalt kleiner als 20 %). Darüber hinaus spielt natürlich auch die Holzart eine entscheidende Rolle.

Komfortabel und einsatzfreudig
Hackgut kann mittels Tankwagen bequem bis vor die Haustür gebracht und durch einen Schlauch direkt in den Lagerraum eingeblasen werden. Der Einsatz von Hackschnitzelanlagen erfolgt sowohl im Bereich von Kleinanlagen (z. B. Einfamilienhaus) als auch in Biomasseheizwerken, die einzelen Gebäude oder ganze Nah- bzw. Fernwärmenetze versorgen.

Günstiger geht es nicht mehr
Hackschnitzel sind mit Abstand der billigste Brennstoff, auch unter den mittlerweile konkurrenzlos preisgünstigen Holzbrennstoffen!

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:: Pellets
Geballte Sonnenkraft
Holzpellets sind genormte zylindrische Röllchen aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz (Sägespäne, Hobelspäne), die ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck hergestellt werden. Mit einem Energieinhalt von etwa 4,7 bis 4,9 Kilowattstunden je Kilogramm entsprechen zwei Kilogramm Holzpellets etwa einem Liter Heizöl extra leicht oder einem Kubikmeter Erdgas.

Wohlfühlen auf Knopfdruck
Bei Pelletsheizungen ist händisches Einheizen kein Thema mehr. Ein Knopfdruck reicht, und schon sind Sie die gesamte Heizperiode hindurch mit angenehmer Wärme versorgt. Gesteuert von einer integrierten Mikroprozessorregelung stellt die Pelletsheizung automatisch die erforderliche Energie bereit, die für Ihr Wohlbefinden nötig ist. Die Holzpellets werden vollautomatisch mittels Förderschnecke oder Saugsystem vom Lagerraum in den Verbrennungsraum gebracht und elektrisch gezündet. Mit dem Saugsystem können auch größere Entfernungen zwischen Lager- und Heizraum mühelos überwunden werden.

Abhängig von der gewünschten Raumtemperatur und der dafür erforderlichen Heizleistung errechnet die Mikroprozessorregelung die notwendige Menge an Holzpellets und sorgt für ein optimales Verhältnis von Verbrennungsluft, Brennstoffmenge und Betriebstemperatur. Dies garantiert einen hocheffizienten Verbrennungsvorgang mit hohen Wirkungsgraden, geringen Emissionen und minimalem Ascheanfall.

Lieferung und Lagerung
Holzpellets werden in Österreich üblicherweise in loser Form angeliefert und gelagert. Für Pellets-Kaminöfen sind Pellets aber auch in handlichen, leicht stapelbaren Säcken mit einem Gewicht von 15 bis 25 Kilogramm erhältlich. Lose Holzpellets können in Gewebetanks, unterirdischen Erdtanks oder Kellerräumen gelagert werden.

Die Lieferung erfolgt komfortabel mittels Tankwagen, die Pellets werden in den Lagerraum eingepumpt. Bei der Planung ist eine entsprechende Zufahrtsmöglichkeit zum Grundstück und zum Pelletslager zu berücksichtigen. Die Befüllstutzen des Pelletslagers sollten aufgrund der maximalen Länge des Pumpschlauches nicht mehr als 30 Meter von der LKW-befahrbaren Hauseinfahrt entfernt sein. Optimal wäre eine Entfernung von weniger als zwanzig Metern. Dies garantiert eine problemlose und rasche Einbringung der Holzpellets in das Pelletslager.

Holzpellets verringern durch ihre außergewöhnlich hohe Eigendichte das Lagervolumen entscheidend. Das bedeutet: geballte Kraft auf kleinstem Raum!

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:: Biomassenahwärme
Was ist Nahwärme?
Fern- und Nahwärme sind leitungsgebundene Energieformen zur Wärmeversorgung. Sie bieten neben großem Komfort für den Abnehmer auch Vorteile für die Umwelt: kontrollierte Verbrennung mit Abgasreinigung in nur einer Heizzentrale und Ausstoß eines Bruchteils der Emissionen gegenüber einer Vielzahl von bestehenden Einzelfeuerungen. Auch punkto Wirtschaftlichkeit sind sie anderen Energieträgern gegenüber gleichwertig.

Funktionsprinzip
Das Prinzip von Nah- und Fernwärmesystemen ist einfach, aber wirkungsvoll: Von einer Heizzentrale aus werden Einzelobjekte, Betriebe, Siedlungen, Dörfer usw. mit Wärme versorgt. Im Heizkessel der Zentrale wird Wasser erwärmt, es gelangt über gut isolierte Vorlaufleitungen zu den einzelnen Abnehmern, die über Wärmetauscher die benötigte Wärme in ihr Hauszentralheizungssystem übernehmen. Über Rücklaufleitungen gelangt das abgekühlte Wasser im Kreislauf wieder zurück zum Heizwerk.

Biomasse-Heizzentrale
Eine ausgereifte Technologie sorgt für optimalen Heizbetrieb, reduziert den Personalaufwand und hilft somit Kosten im laufenden Betrieb sparen. Der biogene Brennstoff wird aus dem Lager automatisch in die Brennkammer dosiert eingebracht. Moderne Technik garantiert eine optimale, vollständige Verbrennung. Zusätzlich werden die Abgase gereinigt, und die anfallende Asche wird als wertvoller Dünger für die Landwirtschaft wieder auf den Feldern ausgebracht.
Ein zweiter Brenner oder ein mobiler Heizkessel garantiert die Versorgungssicherheit. Zur Warmwasserbereitung während der Sommermonate kann auch eine zentrale oder dezentrale Sonnenenergienutzung mit Solarkollektoren eingesetzt werden.

Der Wärmeliefervertrag
Mit dem Anschluß an ein Fernwärmenetz fallen für den Wärmekunden einmalig die Anschlußkosten sowie die Kosten für die Errichtung der Übergabestation an, die durch Förderungen noch vermindert werden können. Entsprechend dem Wärmeliefervertrag sind im laufenden Betrieb Grundpreis, Meßpreis und Arbeitspreis (verbrauchte Wärme) zu entrichten. Der Wärmepreis, bestehend aus Grundpreis, Meßpreis und Arbeitspreis, ist durch eine transparente Wertsicherungsformel stabil.


:: Heizsysteme
Hier geht es in den Bereich "Fachthemen", wo Sie weitere Informationen zu den einzelnen Biomassefeuerungen finden.

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