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Biomasse und Klimaschutz

Biomasse verbrennt CO2-neutral, die Energiegewinnung aus Biomasse leistet daher einen wesentlichen Beitrag zum Klimschutz und hilft Österreich, seine internationalen Klimaschutzvereinbarungen (Kyoto-Vertrag) einzuhalten.




:: Der Mensch und das Klima
In der Vergangenheit hat der Mensch durch seine Eingriffe
in die Natur weitgehend nur lokale und regionale Veränderungen herbeigeführt. Durch den künstlichen Treibhauseffekt, überwiegend hervorgerufen durch die Verfeuerung gigantischer Mengen fossiler Energieträger,
verändert die Menschheit global das Ökosystem Erde.

Spätestens die Wirbelsturmkatastrophe in den USA hat klar gemacht, dass der Mensch Mitschuld an der Klimaerwärmung und damit an der dramatischen Zunahme von Katastrophenereignissen trägt und wie labil damit auch unser derzeitiges Energiesystem ist. Die Wende zu erneuerbaren Energieträgern scheint ein Gebot der Stunde.

Welche Gefahren drohen?
  • Temperaturanstieg um 1,4 bis 5,8 Grad Celsius.
  • Anstieg des Meeresspiegels um 9 bis 88 cm.
  • Zunehmende Intensität von extremen Wetterereignissen (z. B. Starkregen, Stürme).
  • Teils deutlich höhere Intensität der Niederschläge, teils häufigere Trockenheit und Dürre.
  • Verschiebung der Winterschneedecke um 300 Meter nach oben.
  • Drastischer Rückgang der alpinen Gletscher.
  • Verlust der Schutzfunktion der alpinen Wälder (Lawinen, Veränderung der Artenzusammensetzung, Abwanderung bzw. Aussterben von Pflanzen- und Tierarten.
  • Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch verstärkten Klimastreß, hervorgerufen durch extreme Wetterereignisse und durch bisher noch nicht aufgetretene Krankheitserreger.
  • Verstärkter Einwanderungsdruck von Menschen aus klimatisch besonders betroffenen Regionen (Klimaflüchtlinge).

:: Der natürliche Treibhauseffekt
Erdoberfläche und Atmosphäre werden durch kurzwellige Sonnenstrahlung erwärmt. Gleichzeitig geben sie auch Energie in Form von langwelliger Strahlung in den Weltraum ab. Dabei liegt eine ausgeglichene Strahlungsbilanz vor: Die Abstrahlungsenergie entspricht im globalen Jahresmittel der kurzwelligen Sonnenstrahlung, die vom System Erde-Atmosphäre aufgenommen wird. Vergleichbar ist dieses Gleichgewicht einem Glashaus mit Einfachverglasung,
das den Energiedurchfluß von Einstrahlung und
Abstrahlung reguliert.

Eine wichtige Rolle bei dieser Strahlungsbilanz und für die Oberflächentemperatur auf der Erdoberfläche spielen Wasserdampf, Kohlendioxid, Ozon und andere Bestandteile der Atmosphäre. Diese in der naturbelassenen Atmosphäre vorhandenen Treibhausgase bewirken eine mittlere Erdoberflächentemperatur von 15 Grad Celsius. Ohne diese natürlichen Treibhausgase hätten wir eine mittlere Erdoberflächentemperatur von minus 18 Grad Celsius.


:: Der künstliche Treibhauseffekt
Mit unserer Erde passiert dasselbe wie mit einem Glashaus, bei dem anstatt einer Einfachverglasung eine Doppelverglasung eingebaut wird. Die zweite "Scheibe" wird u. a. durch das Kohlendioxid aus fossilen Quellen, durch zusätzliches Methan, Lachgas sowie Fluorchlorkohlenwasserstoffe gebildet. Die kurzwelligen Sonnenstrahlen dringen weiter ungehindert in das Glashaus ein, die entstehende langwellige Wärmeabstrahlung wird aber behindert. Die Temperatur im Glashaus steigt solange, bis sich ein neues Gleichgewicht zwischen Wärmeabstrahlung und Sonneneinstrahlung eingestellt hat.

Der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre schwankte im Verlauf der letzten Jahrhunderttausende von 180 ppmv in Eiszeiten bis zu 280 ppmv in Warmzeiten (ppmv = part per million, das heißt: ein ppmv ist ein Millionstel des Volumens einer Substanz). Seit Beginn der Industrialisierung steigt der Kohlendioxidgehalt über den damaligen Wert von 280 ppmv weiter an. Im Jahr 1995 betrug er bereits rund 360 ppmv – und war damit um 25 Prozent höher als vor 200 Jahren. Er steigt derzeit jährlich um ein bis zwei ppmv! Höherer Kohlendioxid-Gehalt bedeutet aber verstärkte Treibhauswirkung und weitere Erwärmung!


:: Der CO2-neutrale Kreislauf
Das Element Kohlenstoff ist einer der wichtigsten Bausteine des Lebens. Etwa 50 Prozent der Trockenmasse der Pflanzen bestehen aus Kohlenstoff. Sie binden diesen Kohlenstoff durch die Photosynthese aus der Luft. Beim Atmen der Pflanzen, Verbrennen oder Verrotten der pflanzlichen Biomasse wird dieser Kohlenstoff wieder frei und kehrt als Kohlendioxid zurück in die Atmosphäre.

Dieser Kreislauf bestimmt den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre – und damit mittlere Erdoberflächentemperatur und Klima. Die Meere und die organische Substanz im Boden sind zusätzlich langfristige Kohlenstoffspeicher. Dieses komplizierte, in Jahrmillionen entstandene System wird u. a. durch die zunehmende Verbrennung fossiler Energieträger gestört.

Im Gegensatz dazu verbrennt Biomasse CO2-neutral, es wird also nur soviel Kohlendioxid freigesetzt, wie die Pflanze im Lauf ihres Lebens aus der Atmosphäre gebunden hat. Wer mit Holz heizt, mit Biodiesel fährt, Ökostrom bezieht, etc. – der trägt nicht zum globalen Klimawandel bei, sondern leistet einen wertvollen Beitrag, um die weltweite Klimaveränderung zu bremsen und weitere Naturkatastrophen zu verhindern.


:: schafft Arbeitsplätze
:: schützt das Klima
:: wächst endlos nach
:: löst Energieprobleme
:: kommt aus Österreich
:: stärkt die Regionen
:: öffnet Exportchancen