Energie und Klima
Energieverbrauch und CO2-Ausstoß
>> Bruttoinlandsverbrauch erneuerbare Energieträger 2007 (2008)
>> Bruttoinlandsverbrauch Bioenergie 2007
>> Endenergieverbrauch 2007
>> Entwicklung des Bruttoinlandsenergieverbrauchs 1970 bis 2007
>> Entwicklung des Bruttoinlandsverbrauchs an Bioenergie 1970 bis 2004
>> Treibhausgasemissionen 2007 (CO2-Äquivalent)
>> Änderung der Treibhausgasemissionen zwischen 1990 und 2007
>> Bruttoinlandsverbrauch Energie 2007
Der österreichische Bruttoinlandsverbrauch an Energie betrug 2007 rund 1.421 PJ. Er wird weiterhin von fossilen Energieträgern (Öl, Kohle, Erdgas) dominiert. Der Anteil erneuerbarer Energieträger liegt bei etwa 25,3 % oder ca. 359 PJ. Der Nettoimport an elektrischer Energie (23,8 PJ), der von Jahr zu Jahr stark variiert, wird hier als Primärenergie gezählt. Bei den fossilen Energieträgern (nicht aber bei den erneuerbaren) ist auch der nichtenergetische Verbrauch (beispielsweise Erdgas, das für die Kunststoffproduktion verwendet wird) mit enthalten – er beträgt in Summe ca. 122 PJ (78,0 bei Öl, 10,1 bei Gas und 34,0 bei Kohle). Um diesen Betrag bereinigt beträgt der Bruttoinlandsverbrauch rund 1.299 PJ, der Anteil der Erneuerbaren erhöht sich dadurch auf 27,6 %.

>> Bruttoinlandsverbrauch erneuerbare Energieträger 2007 (2008)
Bei den erneuerbaren Energieträgern dominieren Biomasse und – abhängig vom Wasserangebot der Flüsse – Wasserkraft. Bei Windenergie und Solarthermie gab es in den letzten Jahren die relativ stärksten Zuwächse. Die Zahlenwerte beschreiben den Jahresverbrauch 2007 bzw. 2008 in Petajoule (PJ).

>> Bruttoinlandsverbrauch Bioenergie 2007
Mit einem Anteil von etwa 30 % an der Bioenergie ist Scheitholz weiterhin der wichtigste biogene Energieträger. Waldhackgut und Industrierestholz werden vor allem in der Säge- und holzverarbeitenden Industrie und in Fernwärmeanlagen eingesetzt, Pellets in wachsender Menge hauptsächlich in Einzelhausheizungen. Ablaugen und Schlämme der Papierindustrie sowie Rinde werden in der Papier- und Zellstoffindustrie zur Erzeugung von elektrischer Energie und von Prozesswärme verwendet.

>> Endenergieverbrauch 2007
Die Struktur des Endenergieverbrauchs zeigt, wofür die 966,9 PJ, die an Endenergie beim Verbraucher ankommen, verwendet werden. Biomasse findet demnach ihr bevorzugtes Einsatzgebiet im Bereich der Raum- und Prozesswärmeerzeugung, während Öl beispielswiese häuptsächlich in der Mobilität und Kohle vorwiegend in den Industrieöfen der Stahlindustrie Verwendung findet.

>> Entwicklung des Bruttoinlandsenergieverbrauchs 1970 bis 2007
Der Bruttoinlandsverbrauch an Energie stieg von 796 PJ im Jahr 1970 auf 1.421 PJ 2007 an (der vorläufige Spitzenwert wurde 2006 mit 1.463 PJ erreicht), Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz wurden durch wachsenden Verbrauch mehr als kompensiert. Parallel dazu wurde die Produktion von Bioenergie seit 1970 mehr als vervierfacht – auf insgesamt 213 PJ im Jahr 2007.

>> Entwicklung des Bruttoinlandsverbrauchs an Bioenergie 1970 bis 2004
Die Entwicklung des Bruttoinlandsverbrauches an Bioenergie nahm Mitte der 1980er-Jahre eine rasante Entwicklung, die sich ab Ende der 1990er-Jahre weiter beschleunigte. Während der Brennholzbedarf nahezu unverändert blieb, konnten sich die biogenen Brenn- und Treibstoffe mehr als verdoppeln. Die Verwendung brennbare Abfälle wurde im selben Zeitraum um rund 80 % gesteigert.

>> Treibhausgasemissionen 2007 (CO2-Äquivalent)
Der Energieverbrauch ist für einen Großteil der Treibhausgasemissionen von 88,0 Mio. Tonnen CO2-
Äquivalenten im Jahr 2007 verantwortlich. Der Einsparungsbedarf beträgt rund 21,8 % der jährlichen
Treibhausgasemissionen, um das Kyoto-Ziel von 68,68 Mio. Tonnen Gesamtemissionen für den Zeitraum
2008 bis 2012 zu erreichen.

>> Änderung der Treibhausgasemissionen zwischen 1990 und 2007
Während in den Bereichen Abfallwirtschaft, Landwirtschaft, Raumwärme und Kleinverbrauch sowie bei den fluorierten Gasen Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen erzielt werden konnten, sind die Emissionen in den Sektoren Industrie und Verkehr sowie Energieaufbringung nach wie vor im Steigen.






