Wärme aus Biomasse
Versorgte Haushalte und Struktur der Biomassefeuerungen
>> Struktur und Entwicklung der Biomassefeuerungen
>> Entwicklung der Umsätze in der Kachelofen-Zulieferindustrie
>> Verteilung der Biomasse-Heiz- und Heizkraftwerke in Österreich
>> Holzflussbild Österreich 2005
>> Energieflussbild Österreich 2007
>> Struktur der Beheizungen der österreichischen Haushalte
Die Struktur der Beheizung der österreichischen Haushalte (2007/08: ca. 3.570.889 Haushalte) zwischen 2003/04 und 2007/08 zeigt einen augenfälligen Rückgang kohlebeheizter Objekte von etwa 68.800 auf 37.000. Signifikante Rückgänge verzeichnen auch die heizöl- und flüssiggasbeheizten Haushalte, die sich im Vergleichszeitraum um knapp 100.000 auf 822.408 reduzierten. In Marktanteilen gerechnet sind die fossil beheizten Haushalte (Erdgas, Heizöl, Flüssiggas, Kohle) von 55,2 % 2003/04 auf 49,7 % 2007/08 gefallen und liegen damit erstmals unter der 50 %-Marke.
Die Trendumkehr der letzten Jahre hat ihre Ursache vor allem in der Verbesserung von Biomasseheizsystemen hinsichtlich Technik und Bedienungskomfort. Die Weiterentwicklung der Kessel bildet somit die Grundlage für eine breite Markteinführung und verstärkter Neuinstallation moderner, komfortabler Hackgut-, Stückholz- und Pelletskessel. So dominieren bei Installationen im Neubaubereich derzeit klar Holzheizungen – aber auch Wärmepumpen sowie Solaranlagen – den Markt.


>> Struktur und Entwicklung der Biomassefeuerungen
Die nachstehende Grafik zeigt die Gesamtentwicklung der Verkaufszahlen von Hackgut-, Pellets- und Rindenfeuerungen. Die erstmals 2001 erfassten Stückholzkessel und die 2004 neu erhobenen Pellets- Kaminöfen bzw. Energiekorn-Heizanlagen sind nicht in diese Auswertung einbezogen. Im Zeitraum 2004 bis 2008 wurden insgesamt 61.554 Biomassefeuerungen (rund 3.716 MW) neu errichtet, davon 58.246 Kleinanlagen. Im Jahr 2008 wurden 15.197 Kleinanlagen (Hackgutanlagen und Pelletszentralheizungskessel
bis 100 kW) mit einer Leistung von 411.478 kW neu installiert. Damit hat nach einem Markteinbruch von 51 % im Jahr 2007 bei Kleinanlagen (Hackgutanlagen und Pelletszentralheizungskessel bis 100 kW) der Absatz ein Rekordhoch erreicht. War das Jahr 2007 noch von einer allgemeinen Zurückhaltung und Verunsicherung beim Kauf von Neuanlagen geprägt, konnten nicht zuletzt der Rekordölpreis und Biomasseheizkessel-Förderungen durch die öffentliche Hand den Markt deutlich ins Plus drehen.


>> Entwicklung der Umsätze in der Kachelofen-Zulieferindustrie
Rund 450.000 bis 480.000 Kachelöfen (ortsfeste Anlagen) befinden sich in Österreichs Haushalten. Pro Jahr werden geschätzte 12.000 bis 15.000 neue Kachelöfen errichtet – genaue Zahlen liegen jedoch nicht vor. Anhand der Entwicklung der umsatzbezogenen Mitgliedsbeiträge der Kachelofen-Zulieferindustrie an den österreichischen Kachelofenverband lässt sich jedoch eine rasante Entwicklung der Verkaufszahlen seit dem Jahr 2003 ableiten. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer eines Kachelofens von etwa 30 Jahren ergibt sich auch ein steigender Bedarf im Bereich Sanierung und Ofentausch.

>> Verteilung der Biomasse-Heiz- und Heizkraftwerke in Österreich


>> Holzflussbild Österreich 2005







