Ausbau der Erneuerbaren verlangsamt sich dramatisch


Eine kürzlich erschienene Studie von der TU Wien kommt zu ernüchternden Ergebnissen: sowohl der Ausbau von Erneuerbarer Wärme und auch von Ökostrom konstatieren stagniert. Sowohl der niedrige Ölpreis, als auch die überdurchschnittlich warmen Winter der letzten Jahre hemmten den Umstieg von einer fossilen zur einer biogenen Wärmeversorgung. Insgesamt sinkt der Absatz von Biomasseheizkessel konstant seit 2012, 2016 gar mit einem Minus von 11,6 Prozent. Ebenso ergeht es der Solarthermie, bereits seit 2009 rückläufig in ihren Installationen. Stagnation ist aber auch im Bereich der Windenergie zu verzeichnen, mit einem Minus von knapp 30 Prozent im Vergleichszeitraum 2015/2016. Allein die Photovoltaik konnte einen leichten Anstieg bei den Installationsraten verzeichnen.

Zusammengefasst muss man eine besorgniserregende Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren feststellen, Klimaschutz ist im politischen Agendasetting defacto noch nicht angekommen. EU-Klimaziele mit einer CO2-Reduktion um 80 Prozent auf Basis des Jahres 1990 bis zum Jahr 2050 sind so nicht erreichbar. Ein Verbot von Neuinstallationen von Heizölkesseln, wie es Niederösterreich vorzeigt, sind dazu ein wichtiger Schritt und müssen bundesweit ausgelegt werden, empfehlen die Forscher der TU.