Wie sicher ist unsere Energieversorgung?

Veranstaltung „Energie.Versorgung.Sicherheit“ am 20. Juni in Wien

(Wien – 20. April 2017) Österreich deckt seinen Energieverbrauch zu 70 Prozent mit importierten fossilen Energieträgern. Die Ausgaben für die Nettoeinfuhren von Erdöl, Erdgas, Kohle und Strom betragen jedes Jahr etwa 10 Milliarden Euro. Diese Gelder fließen großteils  in Länder mit hohen Defiziten bezüglich Demokratie und Korruption. Die Erdgasimporte Österreich stammen fast gänzlich aus Russland; in der Top 10 der Rohöllieferanten befinden sich mit Libyen, dem Irak oder Nigeria Staaten, die teilweise von Terrormilizen kontrolliert werden. Die Sicherheit unserer Energieversorgung muss somit stark in Frage gestellt werden. 

Durch das Festhalten an fossilen Energien macht sich Österreich erpressbar und trägt weiter zum Voranschreiten des Klimawandels bei. Während wir Grenzzäune gegen Flüchtlinge errichten, die ihre Heimat wegen Ressourcenkriegen und Klimakatastrophen verlassen, pumpen wir weiter enorme Geldsummen in die fossile Energieversorgung, was die Ursachen der Flüchtlingsbewegungen weiter verstärkt.

Nahostexpertin Kneissl spricht über Kriege um fossile Energieträger
Die Veranstaltung „Energie.Versorgung.Sicherheit“ soll die Auswirkungen des ungebremsten Verbrauchs von Erdöl, Erdgas, Kohle und Kernenergie aufzeigen. Lokale Auswirkungen in Gebieten der fossilen Energieerzeugung präsentiert Professor Wolfgang Kromp vom Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit der Universität für Bodenkultur Wien. Die Energieanalystin und Nahostexpertin Karin Kneissl beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit Kriegen, die heute um Vorkommen fossiler Energieträger geführt werden und inwieweit sich die Auseinandersetzungen mit der Verknappung der Rohstoffe noch verschärfen. 

Abhängig von Putins Gasfeldern
Über die Tragweite der Abhängigkeit von einer einzigen Gasleitung aus Russland referiert Energieexperte Werner Zittel. Dabei thematisiert er auch die stetig steigenden Importe von Kohle- und Atomstrom nach Österreich, gerade in den Wintermonaten. In diesem Zusammenhang befasst sich Marktanalyst Georg Benke mit den Tücken der Elektrifizierung des Wärmemarktes.  

Die Alternative vor der Haustür
Die Fachtagung möchte aber auch Alternativen aufzeigen: den effizienten Einsatz unserer heimischen Ressourcen Sonne, Biomasse, Wasser und Wind zur Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft mit Energie, Rohstoffen und Lebensmitteln. Dies sorgt für Unabhängigkeit, regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Klimaschutz. 

Wie eine 100-prozentige Stromversorgung aus eigenen erneuerbaren Energien möglich ist, stellt Gustav Resch von der TU Wien vor. Welchen Beitrag Biotreibstoffe und Elektrofahrzeuge auf dem Weg zu einer erdölfreien Mobilität leisten können, erklärt Professor Jürgen Zeddies von der deutschen Universität Hohenheim. Mit der Bedeutung der Erneuerbaren für den Zivilschutz und der Bekämpfung von Energiearmut befassen sich Thomas Hauser vom Niederösterrei-chischen Zivilschutzverband und Herbert Greisberger, Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, in ihren Vorträgen. 

Biomasse-Verband erwartet 200 TeilnehmerInnen
Der Österreichische Biomasse-Verband erwartet etwa 200 TeilnehmerInnen zur Fachtagung. Als Zielgruppen sind vor allem Vertreter der Energiebranche, Forst- und Landwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung, Bildungseinrichtungen sowie Medien angesprochen.

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Pressevertreter werden um Registrierung gebeten.

Rückfragehinweis:
Forstassessor Peter Liptay,
Tel.: 01/533 07 97-32
E-Mail: liptay@biomasseverband.at
www.biomasseverband.at

Presseaussendung zum Download

PA Energie.Versorgung.Sicherheit


  • Größe: 32 KB
  • Veröffentlicht: 20.04.2017
  • Autor: ÖBMV

Programm zum Download

Programm Energie.Versorgung.Sicherheit


  • Größe: 2.1 MB
  • Veröffentlicht: 30.05.2017
  • Autor: ÖBMV