
Festakt der Biowärme-Partner 2006
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Lebensminister Pröll zeichnet erfolgreiche Biomasse-Seminarabsolventen von Installateur- und Rauchfangkehrerbetrieben aus ganz Österreich aus
„Bundeskanzler Schüssel hat für die Ökoenergie ein ehrgeiziges, aber absolut realistisches Zukunftssignal gegeben: Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energieträger in Österreich bis 2020“, erklärte Sektionschef DI Günter Liebel in Vertretung des Bundesministers Josef Pröll beim feierlichen Festakt der heurigen Absolventen der Biowärme-Seminarreihe des Österreichischen Biomasse-Verbandes. Die private Wärmeversorgung spiele zur Erreichung dieses Ziels eine entscheidende Rolle – sowohl hinsichtlich des Einsatzes biogener, klimafreundlicher Brennstoffe als auch des Einsparungspotenzials, so Liebel. „Hier kommt den Installateuren und Rauchfangkehrern eine unverzichtbare Rolle zu: als versierte Fachleute sind sie am neuesten Stand der Technik, haben den Kontakt zu den Menschen und können so den Markt weiter entwickeln.“ Der Bundesminister überreichte persönlich einem Großteil der rund 100 ProfessionistInnen aus allen Bundesländern ihre Zertifikate für die markenrechtlich geschützte Bezeichnung „Biowärme-Installateur“ beziehungsweise „Biowärme-Rauchfangkehrer“. „Mit ihrer Hilfe wird es möglich sein, bis 2020 im Haushaltsbereich bis zu 50 Prozent des Energieaufwands einzusparen“, ist Liebel überzeugt.
Biowärme schont die Umwelt und sichert regionale Wertschöpfung
Installateur-Landesinnungsmeister Ing. Herbert Urbanich betonte ebenfalls, dass die Biomasse-Nutzung in hohem Maße eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung unseres Energiesystems sichere. „Positiv ist auch die regionale Bedeutung – von der Bereitstellung des Brennstoffes und der Geräteproduktion im Land bis zur Dienstleistung durch das Gewerbe. Ich bin stolz darauf, an der Entwicklung der Biowärme-Installateur-Ausbildung mitgewirkt zu haben.“
Kommerzialrat Herbert Mayer, Bundesinnungsmeister der Rauchfangkehrer: „Als Partner der klima:aktiv-Initiative des Umweltministeriums forcieren wir erneuerbare Energien und arbeiten im Rahmen unserer Beratungen an der Verbesserung der Energie-Effizienz mit.“
Modernes Heizen – fragen Sie Ihren Biowärme-Partner
Die ausgebildeten Biowärme-Partner sind vor Ort die kompetenten Ansprechpartner in Sachen moderne Holzheizsysteme. Die Biowärme-Seminare des Österreichischen Biomasse-Verband werden seit Jahren äußerst erfolgreich mit finanzieller Unterstützung von Seiten des Lebensministeriums veranstaltet, mit den Absolventen der Seminarreihe 2006 erhöht sich die Zahl der zertifizierten Biowärme-Installateure nun auf 725 und jene der Biowärme-Rauchfangkehrer auf 265. Auch im kommenden Jahr werden wieder Kurse für Heizungsinstallateure (Februar 2007) bzw. für Rauchfangkehrer (Mai 2007) durchgeführt.
>> Seminarbilanz 2006
Kopetz: 100. Biowärme-Seminar macht uns stolz!
„Die Biowärme-Seminare sind eine tragende Säule unserer Arbeit. Die Schulung von Meinungsbildnern ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Umbau unserer Wärmeversorgung von fossil auf erneuerbar“, erläuterte Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes, anlässlich des alljährlichen Biowärme-Festakts. „Ich bin stolz, dass wir heuer bereits das 100. Seminar feiern konnten und gratuliere Hermann Pummer sehr herzlich zu seiner genauso unermüdlichen wie erfolgreichen Arbeit.“ Seit sieben Jahren veranstaltet der Österreichische Biomasse-Verband mit finanzieller Unterstützung durch das Lebensministerium Fachseminare für Installateure. Darin werden diese Meinungsbildner mit modernster Biomassetechnologie vertraut gemacht. Neben der Absolvierung eines dreitägigen Seminars sind praktische Erfahrungen mit der Installierung von Biomasseheizungen für den Erhalt des Zertifikats „Biowärme-Installateur“ (eine geschützte Wortmarke) nachzuweisen.
Gütesiegel „Biowärme-Installateur“ und „Biowärme-Rauchfangkehrer“
In diesem Jahr wurden fünf Seminare in den WIFI`s von Salzburg, Linz, Innsbruck, St. Pölten und Übelbach mit insgesamt 113 Teilnehmern abgehalten. Von den 90 Installateuren (der Rest waren Gastteilnehmer von Biomassekesselfirmen, die Praxistage anbieten) konnten 75 die Zertifikats-Voraussetzungen erfüllen. Rund zwei Drittel folgten der Einladung zum Festakt nach Wien, wo ihnen von Lebensminister Josef Pröll die Seminar-Zertifikate überreicht wurden. Damit hat sich die Anzahl der Biowärme-Installateur-Betriebe in Österreich auf 725 erhöht.
Weiterbildung garantiert aktuelles Wissen
Um das erworbene Wissen in der rasant wachsenden Biomassebranche aktuell zu halten, sieht die Führung der Marke „Biowärme-Installateur“ eine Weiterbildung alle drei Jahre vor. Heuer folgten 208 Absolventen des Seminarjahrganges 2003 den Einladungen zu insgesamt sieben Weiterbildungstagen – darunter in Innsbruck das 100. Seminar seit dem Jahr 2000. Teilnahmequoten zwischen 80 und 90 % dokumentieren die positive Einstellung und das Vertrauen der Biowärme-Installateure in die Wachstumschancen der erneuerbaren Energien.
Für die zweite Berufsgruppe der Meinungsbildner, die Rauchfangkehrer, fanden heuer drei Biomasse-Seminare statt. Auch hier wurden die erfolgreichen Absolventen von Minister Pröll mit Biowärme-Rauchfangkehrer-Zertifikaten bedacht. Nach dem vierten Seminar Anfang Oktober in Linz wird sich die Gesamtzahl der ausgezeichneten Rauchfangkehrerbetriebe in Richtung 300 erhöhen.
Das Bildungsangebot des Österreichischen Biomasse-Verbandes wächst
Die dritte Berufsgruppe unter den Seminarpartnern des Biomasse-Verbandes sind die Baumeister. Sie belegten 2006 vier Seminartage, ebenso viele Termine wurden bereits jetzt mit den Bauakademien für das kommende Jahr fixiert. Einzelne Seminartage für Lehrer und Biomasse-Informationsabende für Bürgermeister komplettieren die Bildungspalette des Österreichischen Biomasse-Verbandes.
Die Seminarbilanz zusammengefasst: In 109 Veranstaltungen wurde 2.500 Meinungsbildnern Biomasse-Know-How näher gebracht.





