Energieträger-Vergleich Juli
>> Heizen mit Holz österreichweit weiterhin günstigste Alternative
Die katastrophalen Meldungen über das Atomdesaster in Fukushima und die langfristige Erdölpreis-Hausse treiben die Energiekosten der Österreicher weiter in die Höhe. Zahlreiche Energieunternehmen haben die Gaspreise in den vergangenen Monaten merklich erhöht. Details aus der Juli-Ausgabe des E-Control Gaspreismonitors: „Die Stadtwerke Steyr erhöhten mit Juli die Gaspreise um 13,8 %, der Gesamtpreis stieg um 7,4 %. Switch erhöhte den Energiepreis um 9,3 % (Gesamtpreis +5,5 %). Die Tigas führte eine Preiserhöhung im Ausmaß von 14,7 % auf den Energiepreis durch (Gesamtpreis +6,8 %).”
Die Energieholzpreise in Cent/kWh blieben in den vergangenen Monaten vergleichsweise stabil. Heizöl extraleicht ist verglichen mit der Vormonatsberechnung leicht auf 9,33 Cent/kWh gestiegen, bleibt aber nach Strom (18,85 Cent/kWh) die zweitteuerste Energiequelle. Der Kostenvorteil von Pellets (4,64 Cent/kWh) gegenüber Heizöl beträgt dennoch
50 % und gegenüber Erdgas (8,33 Cent/kWh) bereits 44 %. Auch ein Vergleich mit Waldhackgut (3,96 Cent/kWh) und Brennholz/weich (4,28 Cent/kWh) unterstreicht die „hölzernen” Preisvorteile. Damit ist das Heizen mit Holz weiterhin die günstigste Alternative.
Ein Rechenbeispiel für einen Haushalt mit 20.000 kWh Wärmeverbrauch pro Jahr: Mit Heizöl extraleicht entstehen Kosten von 1866 Euro. Die Pellets-Brennstoffkosten betragen pro Jahr vergleichsweise nur 928 Euro. Somit ergibt sich eine Ersparnis von 938 Euro. Die höheren Investitionskosten (beispielsweise 10 kW-Ölheizung rund 10.000 Euro, 10 kW-Pelletsanlage 15.000 Euro, beide inklusive Tankraum und Heizkreisverteilung ohne Umsatzsteuer) einer Pelletsheizung werden bereits nach etwa fünf Jahren eingespielt. Mit möglichen Landes- und Bundesförderungen rentiert sich die Alternative zu Öl schon wesentlich früher.





