Energieträger-Vergleich November 2011
>> Heizöl-Preis über der 1-Euro-Marke
Am 21. November wurde für Österreich ein durchschnitt-licher Heizölpreis-Extraleicht von 1,009 Euro pro Liter gemeldet. Üblicherweise werden die Preise in Intervallen von etwa zwei Wochen veröffentlicht, doch dieses Mal hatte man es eilig: Sieben Tage danach sank der Preis wieder auf 0,979 Euro pro Liter. Spontananrufe bei einigen Händlern bringen oftmals deutlich höhere Preise zutage. Trotz der Preis-Sensibilität ist eines unbestritten: Seit Anfang 2009 kennen die Heizöl-Preise nur einen Trend, und zwar den nach oben.
Auch die Pelletspreise stiegen im November, jedoch um marginale 0,4 % zum Vormonat. Waldhackgut und Scheitholz kosteten gleich viel. Damit ergeben sich folgende Kostenvorteile gegenüber Heizöl: Hackgut bei 64 %, Brennholz/hart bei 56 %, Pellets bei 52 %.
Ein einfaches Rechenbeispiel für einen Haushalt mit 15.000 kWh Wärmeverbrauch pro Jahr und einem Anlagen-Jahresnutzungsgrad von 80 %: Mit Heizöl extraleicht entstehen Kosten von 1.835 Euro. Die Pellets-Brennstoffkosten betragen pro Jahr nur 883 Euro. Somit ergibt sich eine Ersparnis von 952 Euro.“ Die höheren Investitionskosten einer Pelletsheizung von rund 5000 Euro werden nach rund fünf Jahren eingespielt. In den darauf folgenden 15 Jahren des Betriebes bleibt dem Betreiber das Ersparte für andere Investitionen über. Nur 664 Euro muss ein Hackgutkunde im Jahr ausgeben.
Auch immer mehr Brennstoff-Händler sehen die Vorteile des billigeren und CO2-neutralen Brennstoffs und steigen um. So entschloss sich Rudolf Eigl sogar, eine eigene Pelletsproduktion zu er-
öffnen, wie er im ORF-Eco- Bericht vom 24. November schilderte. Ferner erklärte Eigl, dass die Heizöl-Kunden mittlerweile mehrmals im Jahr tankten, weil sie auf billigere Preise spekulieren.
Auch das Erdgas wird für die Konsumenten immer teurer. Im November stiegen die Preise der oberösterreichischen Anbieter, geht aus dem E-Control-Gaspreismonitor hervor. Mit 1. Jänner 2012 erhöht auch die Kelag fü̈r die Kunden in Kärnten den Energiepreis um 17,8 % und den Gesamtpreis um 9,1 %. Österreichweit beträgt die Energiepreiserhöhung 16 %.





