Projekte

 

 

Projekte des Österreichischen Biomasse-Verbandes:

 

Cross Border Bioenergy

Cross Border markets for the European bioenergy industry

Ziel des Projektes ist die Unterstützung von Klein- und Mittelunternehmen (KMUs) hinsichtlich der Bewertung grenzübergreifender Investitionen im Bereich des europäischen Bioenergie-Marktes. Einerseits soll die Abhängigkeit der KMUs vom schwankenden einheimischen Markt verringert, andererseits die gesamte Bioenergie- Industrie gestärkt werden. Fünf verschiedene Branchen der Bioenergie sollen dabei berücksichtigt werden: Biogas, kleine Heizanlagen (small scale heating), Großheizanlagen (district heating), Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) (CHP combined heat and power) und Biokraftstoffe für den Verkehr.

Mit diesem Projekt sollen Bioenergie-Unternehmen einen „Wegweiser“ für potenzielle Märkte in Europa und so ein notwendiges und nützliches Werkzeug für Markteintrittsstrategien erhalten. Zusätzlich können die einzelnen Mitgliedsstaaten ihre Marktbedingungen hinsichtlich Klein- und Mittelunternehmen evaluieren und bewerten und diese Ergebnisse eventuell bei zukünftigen Überprüfungen nationaler Strategien berücksichtigen.

Das Projekt Cross Border Bioenergy wurde von der AEBIOM (European Biomass Association) gemeinsam mit dem deutschen Beratungsunternehmen Eclareon, dem Imperial College in London und neun Bioenergie- Fachverbänden aus AT, DE, DK, FI, HU, IT, LV, SE und SK beantragt.

 

 

QualiCert

Das von der Europäischen Kommission im April 2009 verabschiedete Klima- und Energiepaket hat sich die bereits bekannten und ehrgeizigen 20/20/20-Ziele bis 2020 im Bereich Klima und Energie gesetzt.  Um diese Ziele zu erreichen, wird dem Bausektor, der einen Schlüsselbereich darstellt, vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Das Projekt QualityCert wurde im Juli 2009 gestartet und steht für „gemeinsame Qualitätszertifizierung und Akkreditierung für Installateure von kleinen erneuerbaren Energiesystemen“. 

QualityCert zielt darauf ab, bis Dezember 2011 gemeinsame Europäische Schlüssel-Erfolgskriterien zur Zertifizierung oder gleichwertiger Qualitätsschemen  zu entwickeln. Diese betreffen Installateure von gebäudeintegrierten Biomasseöfen und -heizkessel, flache geothermische Energiesysteme, Heizpumpen, sowie Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen.  

Diese Herangehensweise steht im Einklang mit der Art. 14 der Europäischen RES (Erneuerbaren Energien) Richtlinie, welche die Mitgliedstaaten dazu auffordert, solche Schemen bis 31. Dezember 2012 bereit zu stellen. Eine Kerngruppe von fünf Ländern hat das Projekt bereits in Angriff genommen, dazu zählen: Österreich, Frankreich, Griechenland, Italien und Polen. Die übrigen EU-Mitgliedstaaten werden durch breitgefächerte Information eingebunden.

 

 


Projekte von Partnern des Österreichischen Biomasse-Verbandes:

 

Agri for Energy I und II

Förderung der Nutzung von Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft für Wärme, Strom und Transport

Projektziel ist die Förderung von Biomasse aus dem Land- und Forstwirtschaftssektor zur Energiegewinnung. Koordiniert wird das Projekt von der Landwirtschaftskammer Steiermark zusammen mit vier Partnern aus Italien, Rumänien, der Slowakei und Slowenien. Es zeigt v.a. den Mangel an Kooperation, an Information und Ausbildung innerhalb des Land- und Fortwirtschaftssektors und den Mangel an öffentlichem Bewusstsein bei Entscheidungsträgern auf. Die Hauptzielgruppe sind Landwirte und Waldbesitzer, Forstunternehmer, Beratungs- und Serviceorganisationen für Landwirte und Waldbesitzer und Entscheidungsträger in der Politik, Verwaltung und Wohnungsbaugesellschaften.

Die wichtigsten Ziele sind:

  • das große Potenzial von Biomasse aus aufgesplitterten privaten Waldbesitzungen und aus landwirtschaftlich genutzten Flächen zu mobilisieren, indem man die Kooperation zwischen Landwirten und Waldbesitzern verstärkt
  • die Integration des land- und forstwirtschaftlichen Sektors als Rohstofflieferant (z.B. Hackschnitzel) oder als Energielieferant (z.B. Bioheizung) in den Energiemarkt
  • Förderung von lokalem und grenzüberschreitendem Austausch von Erfahrungen und Wissenstransfer

„Agri for Energy“ II zielt darauf ab, die Stakeholder der Angebot- und Nachfrageseite zusammenzubringen und neue Bioenergie-Unternehmen in drei spezifischen Sektoren zu fördern:

  • Bioheizung
  • Reines Pflanzenöl
  • Biogas/Biomethan

In diesen drei Sektoren haben die Maßnahmen und die Einbindung der Landwirte und Waldbesitzer die größte Bedeutung. Der regionale Bioenergie-Koordinator unterstützt die Verbindung von Hauptakteuren und potenziellen Kunden durch WSO (Workshop – Studytour – One to One meetings).
Die Projektaktivitäten erstrecken sich über Regionen in Österreich, Italien, Slowenien, Deutschland, Bulgarien, Finnland und Schweden.