
Auf dem Weg zur energieautarken Gemeinde
Best Practice: Planung, Finanzierung, Umsetzung
Anmeldung:
Österreichischer Biomasse-Verband
E-mail: office@biomasseverband.at
oder Tel.: 01/ 533 07 97-13
Veranstaltungsort:
Stadthalle Mureck,
Hauptplatz 30,
8480 Mureck
Datum: Samstag, 8. Oktober 2011
Eintritt:
- 84 € bei Überweisung bis 23. September 2011 (inklusive Unterlagen, Mittagessen und Kaffeepause)
- 96 € bei Bezahlung vor Ort
- Abendveranstaltung auf eigene Rechnung
Zimmerreservierung:
Tourismusverband Mureck
E-mail: tourismus@mureck.steiermark.at
Tel.: +43 (0) 3472 2105-27
Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an Bürgermeister, Energiebeauftragte in
Gemeinden und Regionen, Bezirkshauptleute, Entscheidungsträger in Politik
und Verwaltung, Anlagenbauer, Biomasse-Anlagenbetreiber und Consulter.
Abstract: Schwerpunkt der Veranstaltung sind Präsentationen von Vorzeige-Gemeinden.
Bürgermeister und Planer beschreiben ihren Weg zur Energieautarkie. Das
Programm wird durch Experten-Vorträge über Behördenverfahren und
Finanzierung ergänzt. Die Exkursion ermöglicht Projektbesichtigungen. Die
gemeinsame Abendveranstaltung eröffnet die Möglichkeit, sich mit den Experten
und Kollegen auszutauschen.

>> Erneuerbare Energiewende als Lösung
Steigende Energiepreise, die Abhängigkeit von Öl und Gas zu einem Gutteil aus Krisenregionen sowie der immer konkreter werdende Klimawandel zeigen, dass ein Umdenken in der Energieversorgung notwendig ist. Um eine drohende Energiekrise abzuwenden, ist vor allem die Politik gefragt. Sie kann durch Energieeffizienzmaßnahmen, attraktive Förderungs- und Beratungsprogramme, ein effektives Ökostromgesetz und vor allem durch eine langfristige Planung und die Formulierung konkreter Ziele die Weichen in eine Zukunft der erneuerbaren Energien stellen. Aber auch die lokale Verwaltungsebene ist gefordert, ihren Beitrag zu leisten und zugleich eine große Chance zu nutzen. Durch die Ausschöpfung der lokalen energetischen Ressourcen können Gemeinden und Regionen die Ziele Klimaschutz, höhere Versorgungssicherheit sowie regionale Wertschöpfung erreichen. Die Vision dafür: Energieautarkie!
Energieautarkie auf kommunaler Ebene ist als Bestreben von Gemeinden anzusehen, ihre Energieversorgung in den Bereichen Wärme, Strom und Verkehr von Importen (zumindest in einem Bilanzierungszeitraum) sowie von fossiler Energie unabhängig zu machen. Dies soll erstens durch eigene Bereitstellung erneuerbarer Energien, zweitens durch steigende Energieeffizienz und die Realisierung von Einsparungsmaßnahmen ermöglicht werden. Zu erneuerbaren Energieträgern zählen Wind-, Sonnen-, Wasserkraft, aus regionalen Ressourcen erzeugte Biokraftstoffe, Biomasse, Erd- und Umgebungswärme, Deponie-, Klär- und Biogas.
Energieautarkie ist nicht als Abkapselung nach außen zu verstehen, sondern besteht in der optimalen und effizienten Nutzung der vorhandenen Potenziale und Ressourcen an erneuerbaren Energien, um die lokale Energieversorgung in den Bereichen Wärme, Strom und Verkehr von Importen nicht-regionaler sowie von fossiler Energie weitgehend unabhängig zu machen.
Von Bürgermeister zu Bürgermeister
Bei der eintägigen Veranstaltung des Österreichischen Biomasse-Verbandes zum Thema „Auf dem Weg zur energieautarken Gemeinde“ werden kommunale Vorzeige-Projekte präsentiert. Das sind die Gemeinden Mureck, Kötschach-Mauthen, Thalgau und Bruck an der Leitha. Der Bürgermeister informiert über den energiepolitischen Werdegang der Gemeinde, zeigt die Erfolge aber auch Herausforderungen auf. Jeder Vortrag eines Bürgermeisters wird durch einen technischen, planerischen „Wegbegleiter“ ergänzt, der konkret über die Umsetzung spricht.
Experten ergänzen das Programm
Für die Veranstaltung konnten namhafte Experten gewonnen werden: Nach der Eröffnung leitet Dr. Heimo Bürbaumer, Leiter des Programms „klima:aktiv e5“ der Österreichischen Energieagentur, als erster Fachreferent in das Thema ein. Dabei wird er die neusten Ergebnisse einer Energieautarkie-Studie über Gemeinden präsentieren. Mit Dr. Peter Gspaltl, Leiter der steirischen Landesfachabteilung Amtssachverständigendienst, referiert ein profunder Fachmann und Praktiker über Behördenverfahren. Über das wichtige Thema Finanzierung/Contracting wird das Consulting-Unternehmen Geco und die Raiffeisen-Leasing berichten.
Rundgang im Werk und Abendveranstaltung
Nach dem Vortragsblock steht eine Exkursion am Programm. Am Energieschauplatz Mureck können alle erneuerbaren Energiequellen besichtigt werden. In der Grenzstadt und Klimabündnisgemeinde Mureck wurde durch den Einsatz von Bioenergie in nur drei Jahren der CO2-Ausstoß um mehr als 70 % verringert. Ehrgeiziges Ziel ist die 100%ige Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie. Zahlreiche Besucher aus aller Welt kommen daher in die Bioenergieregion Mureck. Die Veranstaltung klingt mit einem gemeinsamen Besuch in einer Buschenschank ab. Hier besteht die Möglichkeit in entspannter Atmosphäre mit den Experten und Kollegen über eine „fossilfreie“ Energiezukunft fachzusimpeln.
>> Unterkünfte in Mureck






