Fachtagung Erneuerbare Energien: Bitte mehr!

34 % erneuerbarer Energieanteil verpflichtend – 50 % sind möglich

Tagung Beginn: Dienstag, 4. Mai 2010 , 10:00 Uhr
Ende:     Dienstag, 4. Mai 2010 , 16:30 Uhr
Industriellenvereinigung, Großer Festsaal Schwarzenbergplatz 4 1031 Wien

>> Einleitung

Die für die Energiepolitik Verantwortlichen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten arbeiten derzeit an der Erstellung nationaler Aktionspläne für erneuerbare Energien, die laut der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien bis zum 30. Juni der EU-Kommission zu übermitteln sind. In ihrem Aktionsplan geben die Mitgliedsstaaten bekannt, wie die in der Richtlinie definierten nationalen Ziele – für Österreich ist es ein erneuerbarer Anteil von 34 Prozent am Energiemix – bis 2020 erreicht werden sollen. Einige Mitgliedsstaaten, allen voran Schweden, haben bereits erkannt, welche Chancen der Ausbau der erneuerbaren Energien bietet, und fixieren in ihren nationalen Aktionsplänen Ziele, die weit über den EU-Vorgaben liegen.

Auch mit Österreichs 34-Prozent-Ziel ist die Fahnenstange beim erneuerbaren Energieausbau noch lange nicht erreicht. Potenzialabschätzungen der Verbände der erneuerbaren Energien bestätigen, dass bis 2020 ein erneuerbarer Energieanteil von 50 Prozent am Gesamtenergie-Mix möglich ist. Die Ausführungen von international anerkannten Experten, wie Militärexperte Gerald Karner oder Stefan Schleicher, werden auf der Fachtagung „Erneuerbare Energien: Bitte mehr!“ ökologische, ökonomische und auch sicherheitspolitische Aspekte der notwendigen Energiewende beleuchten. Vertreter aus Paradeländern der Erneuerbaren – für Schweden Gustav Melin als Präsident des Schwedischen Biomasse-Verbandes und Energielandesrat Michl Laimer aus Südtirol – werden ihre Beweggründe und ambitionierten Pläne für den Ausbau der Erneuerbaren erläutern. Zum Abschluss der Veranstaltung kommen Vertreter der österreichischen Regierungsparteien zu Wort, die Sichtweisen ihrer Parteien deutlich machen werden.

Der nationale Aktionsplan wird die Weichen für das nächste Jahrzehnt und darüber hinaus stellen. Er wird maßgeblich sein, ob sich Österreich die Abhängigkeit von fossiler Energie und damit von politisch instabilen Regionen beibehält oder ob regionale Energiequellen genutzt, die heimische Wirtschaft belebt und Arbeitsplätze geschaffen werden.

Eine Veranstaltung von:

>> Programm

1. Rahmenbedingungen

Begrüßung:
Ernst Scheiber, Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Wien, Österreich

10.00-10.20
Die österreichische Vorbereitung zur Erfüllung der EU-Vorgaben: 34 % Erneuerbare und 16 % Treibhausgasreduktion im Nicht-ETS-Sektor
Otto Zach, Bundesministerium für Wirtschaft Familie und Jugend, Sektion IV-Energie und Bergbau, Wien, Österreich

10.20-10.40
Die österreichische Energieversorgung als Schlüsselfrage der Zukunft
Günter Liebel, Sektionschef der Sektion V - Allgemeine Umweltpolitik des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Wien, Österreich

2. Potenziale der Erneuerbaren

10.40-10.50
Windenergie
Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft Österreich, St. Pölten, Österreich

10.50-11.00
Photovoltaik
Hans Kronberger, Präsident von Photovoltaic Austria, Wien, Österreich

11.00-11.10
Solarwärme
Roger Hackstock, GF von Austria Solar, Wien, Österreich

11.10-11.20
Kleinwasserkraft
Martina Prechtl, Geschäftsführerin der Kleinwasserkraft Österreich, Wien, Österreich

11.20-11.30
Biomasse
Josef Imp, Geschäftsführer Komptech GmbH, Frohnleiten, Österreich

11.30-11.40
Biogas
Franz Kirchmeyr, Projektleiter ARGE Kompost & Biogas Österreich, Wien, Österreich

11.40-11.50
Energieeffizienz
Herbert Lechner, Stellvertretender Geschäftsführer der Östereichischen Energieagentur, Wien, Österreich

11.50-12.00
Marktversorgung mit Pellets
Christian Rakos, proPellets Austria, Wien, Österreich

12.00-12.30 Diskussion

12.30-13.15 Mittagsbuffet

3. Der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien als strategisches Konzept

13.15-13.45
Schweden – mit dem nationalen Aktionsplan zu mehr als 50 % erneuerbarem Energieanteil
Gustav Melin, Präsident des schwedischen Biomasse-Verbandes, Stockholm, Schweden

13.45-14.00
50 % erneuerbare Energie bis 2020 für Österreich
Heinz Kopetz, Vorsitzender des Europäischen und Österreichischen Biomasse-Verbandes, Wien, Österreich

14.00-14.30
Ökologische Vorteile eines beschleunigten Wachstums der erneuerbaren Energieträger
Helga Kromp-Kolb, Institut für Meteorologie, Universität für Bodenkultur, Wien, Österreich

14.30-15.00 Kaffeepause

15.00-15.30
30 „Südtirol – das Klimaland“ – Arbeitsplätze und Marktchancen durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Ressourcen
Michl Laimer, Energielandesrat, Südtirol, Italien

15.30-16.00
Dezentrale und eigenständige Energieversorgung als Basis für Frieden und Souveränität
Gerald Karner, Leiter der Abteilung Militärstrategie im Verteidigungsministerium a. D., Wien, Österreich

4. Resümee

16.00-16.30
Statements der Vertreter der Regierungsparteien
Hermann Schultes, Umweltsprecher der ÖVP, Wien, Österreich
Christoph Matznetter, Wirtschaftssprecher der SPÖ, Wien, Österreich

16.30
Schlussworte
Heinz Kopetz, Vorsitzender des Europäischen und Österreichischen Biomasse-Verbandes, Wien, Österreich

>> Organisatorische Hinweise + Anmeldung

Tagungsgebühr, Tagungsunterlagen, Mittagsbuffet und Kaffeepause:
EUR 70,– inkl. 20 % MwSt.

Organisation:
Österreichischer Biomasse-Verband
Franz Josefs-Kai 13
1010 Wien
Tel: 01/533 07 97-0
Fax: 01/533 07 97-90
E-Mail: office(at)biomasseverband.at

Hier können Sie sich online anmelden.

>> Presseinformation

Alle Unterlagen zur Veranstaltung finden Sie im Pressebereich unserer Webseite...

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